– „Ich weiß das!“ – „Ich bin das klügste Kind!“ – „Ich kann das am allerbesten!“
In manchen Familien werden solche Sätze als übertriebenes Selbstbewusstsein wahrgenommen. In anderen wecken sie den Stolz der Eltern. Tatsächlich sind diese Äußerungen für eine bestimmte Phase der kindlichen Entwicklung völlig natürlich. Besonders im Vorschul- und Grundschulalter, wenn das Kind beginnt, sein „Ich“ zu formen und das Bedürfnis hat, sich zu vergewissern, dass es wertvoll ist, dass es etwas kann und weiß.
Das ist die Zeit, in der die Kleinen nicht nur versuchen, ihre Sache gut zu machen, sondern auch gesehen werden wollen. Der Satz „Ich bin das klügste Kind!“ bedeutet eigentlich oft: „Sieh mich an! Bist du stolz auf mich?“
Wo liegt die Grenze zwischen gesundem Selbstvertrauen und Prahlerei?
Die Reaktionen der Erwachsenen in solchen Momenten sind entscheidend. Wenn wir der kindlichen Selbstbehauptung mit Spott oder Sätzen wie „Komm mal wieder auf den Teppich“ begegnen, können wir unbemerkt das Selbstvertrauen untergraben, das das Kind gerade erst aufzubauen beginnt. Wenn wir es hingegen zu oft zum „Genie“ erklären, riskieren wir, ihm das Gefühl zu geben, dass sein Wert davon abhängt, immer besser zu sein als alle anderen – was nicht nur unwahr ist, sondern auch eine schwere Belastung für die kindliche Psyche darstellt.
Wahre elterliche Unterstützung liegt weder darin, das Kind unsanft „auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen“, noch darin, es unentwegt in den Himmel zu loben. Sie besteht in der ruhigen Anerkennung der Bemühung und in der Förderung der Neugier, ohne Vergleiche zu ziehen. Klugheit ist kein Titel, den man einmal gewinnt und dann ein Leben lang trägt. Der Verstand ist ein Prozess – er wächst, entwickelt sich, macht Fehler, lernt und sucht. Und wenn das Kind das versteht, beginnt es, wahre Weisheit zu sammeln.
Wie können wir dem Kind helfen, seinen eigenen Wert zu erkennen?
Mit einfühlsamen Sätzen wie:
- „Toll, man sieht richtig, dass du dir dabei Gedanken gemacht hast.“
- „Mir gefällt deine Idee! Was würde wohl dein Freund Alex dazu sagen?“
- „Du begreifst die Dinge wirklich schnell. Wusstest du, dass auch Erwachsene ihr ganzes Leben lang lernen?“
Mit solchen Worten verliert das Kind nicht an Selbstvertrauen – im Gegenteil, es lernt, sowohl sich selbst als auch die Perspektive anderer zu schätzen. Und dann verschwindet das natürliche Gefühl „Ich bin der Klügste“ nicht einfach, sondern verwandelt sich in eine reifere, beständigere Überzeugung: „Ich habe viel zu geben – und ich kann noch viel lernen.“
Selbstvertrauen spielerisch stärken
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